Katzen zeigen gern ihre Zuneigung zum Menschen, vor allem wenn dieser gerade eine Dose mit dem Lieblingsfutter öffnet. Sie sind gleichzeitig aber auch Individualisten, die sich nicht gerne etwas vorschreiben lassen. Besser gesagt, sie lassen sich überhaupt nichts vorschreiben und leben ihr Leben, indem der Mensch eine gewisse Rolle einnimmt, die aus Sicht der Katze jedoch nicht so dominierend ist wie beim anderen „besten Freund des Menschen“, der für etwaige Dressurkunststücke dank seiner angeborenen Unterwürfigkeit besser geeignet scheint. Aus diesem Grund ist es auch nicht ganz einfach, den eigenen Stuben-Tiger perfekt abzulichten. Damit das gelingt, habe ich einmal ein paar Tipps zusammengestellt, die das Ablichten der eigenen Samtpfote erleichtern und zu wirklich guten Aufnahmen verhelfen.

Katzenbild vom Profi

Was gibt es im Voraus zu beachten?

Zuerst jedoch ein paar allgemeine Ratschläge, die Katzenfreunden vermutlich schon bekannt sind, die ich aber zur Sicherheit an dieser Stelle noch einmal erwähnen möchte.

Katzen benötigen ein Umfeld, welches sie kennen, also ihr Revier, wozu in der Regel die Wohnung oder das Haus zählen. Genauso verhält es sich mit den Menschen darin, wobei jede Katze auf fremde Personen in „ihrem“ Umfeld anders reagiert. Die Katze muss sich schlichtweg wohl fühlen, sonst ist das Fotomotiv, sprich die Katze, weg. Katzen mögen kleine schnelle Bewegungen, keine großen schnellen Bewegungen. Kleine schnelle Bewegungen bedeuten eventuell Jagdbeute, große schnelle Bewegungen bedeuten Gefahr. Der Mensch als „großes Tier“ macht große Bewegungen, etwa mit den Armen fuchteln oder schnell laufen. Das macht die Katze in vielen Fällen nervös. Darum langsam und ruhig bewegen während dem Fotografieren der Miez. Kleine schnelle Bewegungen, etwa Spielzeug, können jedoch im richtigen Moment nützlich sein für effektvolle Bewegungsfotos.

Die technischen Voraussetzungen(das-katzenhotel.com) Bild 4

Gute Katzenfotografie ist einerseits natürlich davon abhängig, dass im richtigen Moment auf den Auslöser gedrückt wird, andrerseits auch von der Ausrüstung. Der weitaus größte Teil der privaten Katzenfotografen wird hierzu vermutlich eine digitale Kleinbildkamera zur Verfügung haben, deren Einstellmöglichkeiten sich in Grenzen halten. Üblicherweise besitzen diese Kameras jedoch verschiedene Programme, von denen sich zwei für die Fotografie von Katzen gut eignen. Einmal das Porträt-Programm und einmal das Sportprogramm. Die Bezeichnung der Programme bei den verschiedenen Kameras wird vermutlich unterschiedlich sein, die jeweils dahinter stehenden Blendengrößen und Verschlusszeiten sind aber entweder auf Porträt-Aufnahmen oder Aufnahmen von schnellen Bewegungen abgestimmt. Bei einer Katze bedeutet dies, dass sie entweder im Ruhe-Modus oder im Jagd- bzw. Spielmodus ist.

Wer sich etwas intensiver mit der Fotografie beschäftigt, wird eine entsprechende Ausrüstung zur Verfügung haben. In meinem Fall ist es eine DSLR-Kamera mit mehreren Objektiven, wobei ich ein Zoom-Objektiv mit einer Brennweite von 18-200 mm für die Katzenfotografie wähle, dazu einen schwenkbaren Blitz, denn Katzen reagieren auf Blitzlicht meist allergisch und das extrem helle Licht kann bei direkter Einstrahlung die Farben des Fells verfälschen und ist auch nicht besonders gut geeignet für die empfindlichen Augen einer Katze. Direktes Blitzen in die Augen sollte daher unbedingt vermieden werden. Außerdem wirken Katzenaugen zumindest in der Nacht wie Reflektoren auf direktes Licht, was dazu führen kann, das die Samtpfote auf den Bildern unschöne „Strahleaugen“ hat.

Die Katze im Fokus

Um die Katze in ihrer natürlichen Umgebung aufzunehmen, etwa beim „auf der Lauer liegen“ oder dem Erkunden interessanter Dinge, mache ich es mir einfach, indem ich an der Kamera die Blendenautomatik einstelle und die Verschlusszeit auf 1/200. Auf diese Weise überlasse ich der Kamera die Blendenwahl und erhalte fast immer ein scharfes Bild, auch bei sehr schnellen Bewegungen. Das Zoom-Objektiv verhilft mir dabei auch dann zu guten Aufnahmen, wenn die Katze weiter entfernt ist. Gerade hierbei sollte zudem, wenn vorhanden, der Serienbild-Modus eingestellt werden. Auf diese Weise lässt sich nachher am Computer das beste Bild aussuchen. Je mehr Material man hat, desto größer ist auch die Chance, dass ich den „richtigen“ Moment erwischt habe.

Porträtaufnahmen der Katze erhalten einen besonderen Touch, wenn der Hintergrund leicht verschwommen ist und nur die Katze selbst scharf im Fokus ist. Bei der Spiegelreflexkamera kann dies mit einer kleinen Blende, f/4 und darunter, erreicht werden. Bei Kleinbildkameras ist diese Blendeneinstellung oft über ein gesondertes Programm erreichbar, nicht immer ist es das Porträt-Programm.

Zum Schluss noch zwei Hinweise zu den Aufnahmen selbst: soweit möglich, sollte sich der Fotograf immer auf Augenhöhe mit der Katze begeben, das macht die Bilder natürlicher und authentisch. Und immer auf den Hintergrund achten und überlegen, ob dieser eventuell störend wirken könnte (zum Beispiel durch herumliegende Sachen oder ähnliches).

Wenn diese Tipps beachtet werden, dann steht schönen Bildern von der Samtpfote eigentlichnichts mehr im Wege. Gute Katzenfotografie braucht jedoch auch vor allem Geduld (das-katzenhotel.com) Bild 2und darum ist der wichtigste Tipp, auch wenn es nicht immer leicht fällt: niemals aufgeben.

 

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Jasmin Schmitt, Online-Redakteurin bei rahmendirekt.de, dem Online-Shop für Bilderrahmen nach Maß.

 

 

 

Bildmaterial:

Bild 1-3: © Radeberger Bilderrahmen GmbH
Bild 4: © Oskar running in the snow I (Tambako The Jaguar/ Flickr, CC BY-ND 2.0)

Und hier noch ein kleines Autorenprofil:Autorenprofil Jasmin Schmitt

Jasmin Schmitt ist für die Radeberger Bilderrahmen GmbH im Online-Marketing tätig. Redaktionelle Tätigkeiten, Social Media und Marketingstrategien mit Fotografen und Bloggern gehören zu den bevorzugten Themengebieten. Rahmenversand.com als Online Versand für Bilderrahmen legt dabei den Schwerpunkt auf traditionelle und maßgefertigte Handarbeit.

 

Ihre Katze im Fokus

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