Nachts, wenn alle anderen schlafen,
wenn alles ganz ruhig und still erscheint,
dann sitze ich am Fenstergitter,
dann sehe ich den Himmel und die Sterne,
und wie so oft, frage ich mich:

Wo ist meine Zeit?

Letztes Jahr ist meine Freundin gegangen,
liebe Menschen haben sie mitgenommen.
Gestern ging der schwarze Kater neben mir,
und morgen kommt die graue in ein Zuhause.
Jeder sagt mir: Alles hat seine Zeit…

Doch wo ist meine Zeit?

Ich schaue zu den Sternen,
eine kleine Träne rinnt aus meinem Auge.
Vor vielen Jahren spürte ich das Leben,
ich lag in der warmen Sonne,
ich spürte den Wind in meinem Fell

Das war meine Zeit !

Kaum kann ich mich noch erinnern,
nur wenn es ganz still und dunkel ist,
dann fühle ich, was einst mein Leben war.
Ich bin noch da, ich atme noch,
Und so lange frage ich:

Wo ist meine Zeit?

Nachts träume ich,
ich laufe über Gras und spüre den Wind.
Das Lachen meiner Menschen,
das Glück das sie mir schenken,
läßt mich glauben, läßt mich träumen:

Das ist meine Zeit !

Zu finden und mitzunehmen bei Verantwortung Leben eV

 

April : Geborgte Zeit

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